Australien
Das Commonwealth of Australia ist der sechstgrößte Staat der Erde mit einer Fläche von 7,7 Millionen Quadratkilometern. Entsprechend viel gibt es dort auch zu entdecken. Neben dem Kontinent an sich erstreckt sich das Staatsgebiet auch auf die vorgelagerte Insel Tasmanien sowie die im Südpazifik gelegenen Inseln Norfolk Island, Cocos Island, Christmas Island sowie Ashmore und Cartier Islands. Im subantarktischen Gebiet gehören außerdem noch die Macqaurie Islands sowie die Heard und die McDonald Islands zu Australien.
Durch seine Größe gibt es auf dem Kontinent unterschiedliche Klimazonen. Während der Norden von tropischem Klima geprägt ist, herrscht in Zentralaustralien subtropisches und im Süden gemäßigtes Klima. Zudem gibt es auch Wetterphänomene, die das Klima in Down Under prägen: den Tropischen Tiefdruckgürtel, die Passatwindzone und subpolare Westwinde. Anders als in der nördlichen Hemisphere sind in Australien die Jahreszeiten umgekehrt: das Sommerhalbjahr dauert von November bis April, das Winterhalbjahr von Mai bis Oktober. Im Norden herrscht im Sommer Regenzeit und im Winter Trockenzeit, im Süden ist dies umgekehrt und das Zentrum des Kontinents ist ganzjährig eher trocken.
Seit über 50 Millionen Jahren ist Australien von anderen Landmassen durch den Pazifik getrennt. Dadurch konnte sich hier eine einzigartige Flora und Fauna entwickeln. Von den etwa 20.000 in Australien heimischen Pflanzenarten können 85% nur dort existieren. Die typischen Vertreter sind Eukalyptus und Akazie, welche durch Abholzung gefährdet sind. Die australische Tierwelt unterscheidet sich von der anderer Länder. Vorherrschende Gruppe ist die der Beuteltiere, dazu zählen Kängurus und Koalabären. Ebenso außergewöhnlich wie selten sind Kloakentiere, Tiere, die Eier legen, aber ihre Jungen ernähren wie Säugetiere. Das ist neben dem Schnabeltier der Ameisenigel. Vor der Besiedlung durch Europäer waren als Säugetiere Fledermäuse, Nagetiere und Robben vertreten, später kamen Katzen, Hunde und Kaninchen dazu. Die Vogelwelt des Kontinents ist durch Wellensittiche oder Kakadus geprägt, sowie den flugunfähigen Laufvogel Emu. Etwa 2/3 aller australischen Schlangenarten und eine Vielzahl der Insekten sind giftig. Ein weiterer einzigartiger Lebensraum findet sich vor der Küste Australiens: das Great Barrier Reef, größtes Korallenriff der Erde. Um die Natur zu schützen hat die Regierung schon früh begonnen, Naturreservate einzurichten, der Royal Nationalpark südlich von Sydney wurde 1876 gegründet.
Seit den 1970ern beobachtet man ein steigendes Tourismusaufkommen. Besonders beliebt sind Sydney, der Uluru (Ayers Rock), der Kakadu-Nationalpark und das Great Barrier Reef. Auch "work & travel"-Programme werden gerade bei jüngeren Menschen immer beliebter. Allerdings besteht eine generelle Visumpflicht für alle Ausländer selbst bei kurzen Urlaubsreisen.
Der Uluru, dessen europäischer Name Ayers Rock lautet, ist ein heiliger Ort für die Aborigines, die glauben, dass dieser Ort in der "Traumzeit von mythischen Wesen erschaffen wurde. Entdeckt wurde der rote Monolith 1873 von William Gosse und benannt nach dem damaligen Premierminister Sir Henry Ayers. Mit einer Höhe von 348 Metern erstreckt sich der Uluru über eine Fläche von 9 Kilometern. Er beherbergt viele Höhlen, Wasserstellen und Wandgemälde, die bei Touristen sehr beliebt sind.
Das Great Barrier Reef vor der Nordostküste ist mit 347.800 Quadratkilometern das größte Korallenriff der Welt. 1770 von James Cook entdeckt, bietet es heute Platz für über 2.600 Einzelriffe, 1.000 Inseln und Sandbänke. Es ist Lebensraum für 350 Korallenarten, 1.500 Fisch- und Schwammarten sowie 200 Vogelarten und Schildkröten. Besonders farbenfroh ist das Riff im Frühjahr, wenn sich die Korallen fortpflanzen.
Der Kakadu-Nationalpark, östlich von Darwin im Northern Territory ist mit 19.804 Quadratkilometern etwa so groß wie die Schweiz. Mehr als 1.700 Planzen-, 60 verschiedene Sägetier- und 280 Vogelarten finden hier einen geschützten Lebensraum. Bis heute wurden dort 117 Reptilienarten entdeckt und verzeichnet.
Seit 2007 UNESCO-Welterbe ist das von dem Dänen Jörn Utzon entworfene Opernhaus in Sydney. Es ist 183 Meter lang und mit 118 Metern beinahe ebenso breit und nimmt eine Fläche von 1,8 Hektar ein. Das 67 Meter hohe Dach wurde mit 1.065.000 weißen und glasierten Kacheln verkleidet. Das Gewicht des Opernhauses beträgt über 160.000 Tonnen und bietet 5 Theatern mit über 5.500 Sitzplätzen Platz, z.B. der Concert Hall.
